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Kuntze-Musik · Hans Werner Kuntze
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CCA • Ein Vorwort

Über die Musik der 60er Jahre kann man in vielen Büchern lesen, aber häufig bleiben die Fakten auf der Strecke und man erfährt weitgehend die Meinung des Verfassers, abhängig vom musikalischen und technischen Wissenstand und von Sympathien.
Weil es sich bei den Autoren aber selten um Zeitzeugen handelt, kann es ratsam sein sich vorher mit der Materie selbst zu befassen, ehe man diesen Beschreibungen nähertritt.

Die Musik jener Jahre und unsere Bemühungen darum werden häufig falsch gedeutet. Jede Zeit prägt auch seine Musik. CCA, das war weitgehend die Zeit der Beatmusik, die Zeit der Beatbands.
Eine Nachbetrachtung durch spätere Generationen orientiert sich am Hörensagen, wirkliche Analytik kommt oft zu kurz.
Es kann also geraten sein sich auf die Beurteilung zu beschränken, ob die Musikaufnahmen technisch einwandfrei gespielt und gesungen sind, ob sie dem Sinn des Stückes auch entsprechen. Mit entsprechender schulischer Ausbildung ist das gewiß möglich. Gegen eine solche sachliche Betrachtung und Auflistung der Fakten ohne Beurteilung ist also nichts einzuwenden. Mit der Meinung darüber sollte man sich aber tunlichst zurückhalten, weil eine weitgehende Kenntnis der jeweiligen Zusammenhänge Voraussetzung dazu wäre. Was unsere Aufnahmen anbetrifft, so wollen wir versuchen alles zusammenzutragen, was sich ereignet hat. Es kann gewiß auch interessant sein die Sichtweise der Bands kennenzulernen.

Weil die Produktionen unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen zustande gekommen sind, jede unter einer völlig anderen, muß man alle Seiten beleuchten, die als Grund für die Aufnahmen heranzuziehen sind. Es werden inzwischen Beweggründe unterstellt, die der heutigen und nicht der damaligen Zeit entsprechen.
Hätten wir an dieser Arbeit keine Freude gehabt, hätten wir uns gewiß einem weniger risikoreichen Projekt zugewandt. Es war also keineswegs vordergründig der Gelderwerb, der uns antrieb.

Daß wir irgendwann die Veröffentlichung auf CCA einstellen mußten, belegt auch, daß dieses Projekt nicht finanzierbar war.
Wir haben zwar alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die uns aus unseren Ariolaerfahrungen bekannt waren, aber diese Kenntnisse waren den Bands kaum zu vermitteln.
Die Musiker waren zumeist der Meinung, daß eine Schallplattenfirma in der Lage sein müßte mittels hohem Geldeinsatz jede Aufnahme durchzusetzen, was bedeutet, daß auf dem Markt Monat für Monat einige hundert Nr.1-Hits gewesen wären.
Wir hingegen gingen immer auch davon aus, daß die Gruppen einige hundert Fans hinter sich scharen konnten, die ihre Single kaufen würden. Denn nur über die Euphorie und die unmittelbare Nähe des Auftritts war etwas zu verkaufen. Am Tag darauf war alles vergessen, es gab längst neue Schwerpunkte des Tages, und die Geschäfte hatten die Platte ohnehin nicht am Lager, denn der Handel ging kein Risiko ein.